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Berlin Marathon
30.09.2007

Auf ging es zum Berlin Marathon. Mein 7. und es wird einfach nicht schön in Berlin. Das Wetter hatte es diese Jahr mit den Läufern gut gemeint. Es war nicht so heiß, wie im Vorjahr. Allerdings hatte das auch Auswirkungen auf die Zuschauerbeteiligung. Denn obwohl die Presse ja immer von Mehr schreibt, war dem nicht so. Im letzten Jahr war die Strecke fast durchgängig von Zuschauern gesäumt. Es begann mit dem üblichen Gedränge und Geschubse. Leider gibt es viel zu viele Läufer, oder welche, die sich so nennen, die mit aller Macht an den anderen vorbei müssen. Da hat man schnell mal einen Schuh im Hacken oder einen Ellenbogen in der Seite. Manche schieben einen auch einfach bei Seite, alles nicht so schlimm. So habe ich unterwegs viele humpelnde Gestalten gesehen. Wer daran Schuld war, keine Ahnung. Die Verpflegungspunkte waren ausreichend nur nicht das Angebot derselbigen. Jeder andere Marathon bietet Riegel, Kekse, Stüllchen oder Ähnliches an. Da gibt es Cola oder Red Bull. Nichts von alledem war zu finden. Es gab Äpfel und Bananen, das berühmte Berliner Wasser, Iso und Tee. Ende. Ein solcher Lauf und dann solch ein schlechtes Angebot. Die ganze Kohle geht für das ganze Drum Herum drauf, da bleibt der gemeine Läufer auf der Strecke, im wahrsten Sinne des Wortes. Hauptsache die Preisgelder sind schön hoch und man kann in der ganzen Welt angeben, dass man zu den größten Marathonläufen der Welt gehört. Im Ziel bekam dann jeder einen Verpflegungsbeutel. Toll. Wie bei der Bundeswehr. Nun zurück zum Lauf. Ich konnte mich immer ganz gut bis km 30 auf dem 5er Schnitt halten, dann musste ich etwas Tempo rausnehmen, meine Kohlenhydrate waren alle und die ollen Bananen haben da nicht gereicht. So zottelte ich mit den anderen Läufern am Potsdamer Platz vorbei und schwenkte auf die Leipziger ein. Es ist erstaunlich wie viele Läufer mittlerweile auf dem 5er Schnitt laufen können. Das hat es in den letzten Jahren einen ganz schönen Leistungsschub gegeben. Ob die dafür nun richtig oder falsch vorbereitet waren, dass wissen sie alle nur selbst. Aber wer gibt schon zu, dass er nach einem Marathon richtig platt ist. Unterwegs die ewigen Baustellen, die das Bild von Berlin verschönen. Überall irgendwelche Fahrbahnabsperrungen. Berlin die ewige Baustelle. Der ehemalige Palast der Republik sieht aus, als ob gerade erst der Krieg vorbei ist und auch unter den Linden war natürlich auch wieder eine Baustelle, wie schon seit Jahren. All das Vergessen, konnte man voller Hochgefühl durch das Brandenburger Tor laufen, oder hätte es können. Bei mir hat sich das aber nicht eingestellt. Die besten Ecken waren wie immer der Wilde Eber und der Kudamm. Schön waren die Zeiten, als der Berlin Marathon noch hier endete und man wirklich von den Zuschauern ins Ziel getragen wurde. Diese Stimmung stellt sich einfach auf der Breiten Ziellinie hinter dem Brandenburger Tor nicht ein. Ich habe mich dann auch gleich zum Auto begeben und bin nach Hause unter die heiße Dusche gefahren. Schade das aus einem einst schönen Marathon ein aufgeblähtes Monstrum geworden ist, was vor Kommerz nur so strotzt und wie gesagt der einzelne Läufer hat davon nichts. Auch nicht wenn ein Weltrekord gelaufen wird. Die Hälfte an Startern wäre immer noch genug. So kann man sagen. Ich war dabei. Einfach Toll!

Teilnehmer 32497
meine Platzierung 7665
Zeit 03:37:12

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