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Potsdamer Platz

Berlin Marathon
27.09.2015

Es war ein wunderschöner Herbsttag, nicht zu warm, sonnig und trocken. Ich machte mich von meinem Auto auf zum Start, doch das war mit ein paar Hindernissen verbunden. Nach einem Wirrwarr von Wegen erreichte ich nach 20 Minuten meinen Startplatz. Ich sollte mich im Startblock G einfinden. Dies war im Nachhinein gesehen eine gute Entscheidung. Ich startete zwar erst mit der zweiten Welle, aber in meinem Block wurde das Tempo von Anfang an nicht so hoch gehalten. So wurde ich nicht verleitet schneller zu laufen, als mir gut getan hätte. So kam ich gut ins Rennen und lag auch in dem von mir geplanten Zeitlimit. Nachdem wir den Alex passiert hatten, hatte ich ein paar Probleme in der Leistengegend oder im unteren Bauchbereich. Ich konnte das nicht so richtig lokalisieren und versuchte das auszublenden, was mir auch gelang. Wie immer waren dann in Kreuzberg viele Bands und Sambagruppen. An jeder Ecke gab es etwas Neues zu hören, so verging die Zeit bis zum Halbmarathon ziemlich schnell. Ich verspeiste noch ein paar Kekse und dann ging es ab nach Steglitz. Ich fühlte mich schon etwas müde, aber das sollte sich bald ändern, denn am km 27 wartete eine Cola auf mich, die ich dann auf meinen weiteren Weg mitnahm. Erst bei km 36 hatte ich sie ausgetrunken. Die Cola brachte mir die nötige Energie für die letzten Kilometer, ohne das Zaubergetränk hätte ich die Endzeit wohl nicht erreicht. Zwischendurch lief es richtig gut, dann war es wieder mühseliger. Ich sagte mir aber immer wieder, dass ich das ganze genießen wolle und erfreute mich an den Zuschauern, den Bands und an so manchem kuriosen Kostüm einiger Läufer. Bei km 35 wusste ich, das ich mein angepeiltes Ziel, eine Zeit unter 4 Stunden erreiche würde. Das kühle Wetter spielte mir dabei in die Karten und ab km 40 gab ich noch einmal alles. Auf der Zielgeraden konnte ich es mir nicht nehmen lassen und eine menge Zuschauer abzuklatschen. Das hat mir noch mal einen richtigen Kick gegeben und ich lief zufrieden und glücklich über die Ziellinie. Auf der Strecke gab es Wasser, Apfel und Bananen. Ein Power Riegel Stand war auch dabei, aber ich mag das chemische Zeug nicht. Es gab noch immer keine Cola bei dem Lauf, das ist ein Armutszeugnis, aber Cola wird wohl nicht gesponsert und Geld will man dafür nicht ausgeben. Das Geld wird für die Siegprämien, die Startgelder der Topläufer und für die umfangreiche Organisation gebraucht. Alles in allem war der Lauf gut organisiert. Durch die vielen Absperrungen im Start und Zielbereich ist es für Ortsfremde schwierig sich zurecht zu finden. Die Stimmung war wie immer grandios, das ist es was den Berlin Marathon ausmacht.

Ich hatte mit minimalem Trainingsaufwand, das maximal beste Ergebnis erreicht. Die Erfahrung des schon gelaufenen Marathons konnte ich voll ausspielen und habe Dank der Cola und des Wetters ein super Ergebnis eingefahren. Nach der schwierigen Zeit, die ich als Läufer erleben durfte, konnte ich einen Erfolg verbuchen. Das hat mich sehr stolz und glücklich gemacht. Ich habe mich vom zeitorientierten Läufer zum intuitiven Läufer entwickelt. Ich bin den ganzen Lauf im aeroben Bereich gelaufen und konnte die ganze Zeit meines Weges alles mit allen Sinnen wahrnehmen und das ist einfach wunderbar.

Ergebnisstatistik:

Im Ziel angekommen:

Männer 27.894 Frauen 8.923 zusammen 36.817 im Ziel meine Platzierung davon 14.989

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