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Blick auf Berlin

Berlin Marathon
26.09.2010

Mein 10er Berlin-Marathon und insgesamt 25er Marathon sollte eine echte Herausforderung werden. Wollte mich der Marathon Gott etwa auf die Probe stellen und hat er das Sauwetter bestellt? Es regnete jedenfalls von Anfang an. Ich hatte wieder meinen Parkplatz eingenommen und wartete wirklich bis zum letzten Moment, bis ich mich in die Fluten stürzte. Nur kurz am Start wartend, ging es auch bald schon los und nach den ersten Kilometern war ich vollständig durchgeweicht. Die Schuhe waren nass von den Pfützen reichen Straßen, die Sachen waren nass vom unentwegt herunterrasselnden Regen. Trotz meiner Weste merkte ich, wie die Kälte langsam in alle Ecken kroch. Doch das sollte der Sache keinen Abbruch verleihen. Ich kam ganz gut ins Rollen und lag auch so im 5er Schnitt. Die Schuhe klebten wie schwere Steine an den Beinen und das machte sich dann auch schon bald bemerkbar. Ich hangelte mich im Kopf von Station zu Station. Meine ersten Punkte waren die 5 und die 10 Kilometer Marke, dann kam der Alex, es ging rüber nach Kreuzberg und langsam konnte ich mich daran erfreuen, dass die 26 Kilometermarke in Steglitz nicht mehr fern war. Schon die letzten Meter davor machten mich glücklich und dann bekam ich einen Becher Cola und 3 leckere Kekse. Schon ging es weiter und es regnete immer noch. Irgendwann hat man nicht mehr gemerkt, dass man klitsch nass war und schon bald kam ich am Wilden Eber vorbei. Hier hatte ich schon die Kekse verdrückt und der Hohenzollerndamm war nicht mehr fern. Mein nächster Punkt war nun der Kudamm, da dort die Stimmung immer so gut ist. So ging es zügig weiter, aber die bleischweren Schuhe waren schon in den Beinen zu spüren. Nach der 35 Kilometermarke hatte ich als nächstes Ziel meinen persönlichen Verpflegungspunkt bei Kilometer 38 im Kopf. Hier gab es noch einen Becher Cola und einen Red Bull Shot. Es nieselte nur noch leicht, aber die nassen Sachen konnte man ja nicht loswerden. So ging es auf die letzten 4 Kilometer. Die Leipziger Straße zog sich dann wie Kaugummi und wollte gar nicht enden. Endlich vorbei am Gendarmenmarkt und die Allee Unter den Linden war nicht mehr fern. Da wir weiter oben, als in der vergangenen Jahren auf die Straße einbogen, war es ein schöner Zieleinlauf, den ich mir selbst krönte indem ich nach dem Brandenburger Tor direkt an den Zuschauern lang lief und sie aufforderte die Hand abzuklatschen, das war ein echter Genuss und es hat mir und den Zuschauern riesigen Spaß gemacht. Gesund und munter kam ich bei 3 Stunden und 43 Minuten im Ziel an und machte mich sofort auf zum Auto, um die nassen Klamotten los zu werden. So endete ein verregneter Marathon mit einem echten Hochgenuss am Ende. Der Wettergott kann mir gestohlen bleiben, für solche Kapriolen habe ich echt kein Verständnis. ;-) Auch an der Strecke waren wieder viele Zuschauer und Bands und haben die Stimmung, trotz des schlechten Wetter, angeheizt. Der 14 Tage vorher gelaufene Jungfrau Marathon hat sich positiv auf diesen Lauf ausgewirkt und sowohl die Höhe von dort, als auch die Anstrengung des Aufstieges haben dazu beigetragen, dass ich ohne Krämpfe und andere Wehwehchen ins Ziel gekommen bin. Ohne die Unterstützung meiner Familie wäre ich nicht so schnell im Ziel angekommen, das war super, vielen Dank.
Ergebnisstatistik:

Im Ziel angekommen:
Zeit: 03:43:34
Teilnehmer 34027
im Ziel meine Platzierung 10277

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